Zweckverband "Kraichbachgruppe"

Wasserzweckverband erneuert Hauptwasserleitung zum Wasserwerk in Weiher

Einschränkungen für Anwohner und Fußgänger/Radfahrer möglich Der Zweckverband Wasserversorgung Kraichbachgruppe hat im Ortsteil Weiher die Erneuerung der Hauptwasserleitung vom Wasserwerk zum Wohngebiet Furtwiese beauftragt. Die Baumaßnahme wurde am 18. Juli 2022 begonnen. Der ursprüngliche Baubeginn war für Mai terminiert. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten von Rohrformteilen konnte erst jetzt mit den Arbeiten begonnen werden. Diese gehen aktuell zügig und planmäßig von statten. Die Baufirma hat vom Wasserwerk in Richtung Wohngebiet mit der Rohrverlegung begonnen. 130 Meter Rohleitungen sind bereits verlegt. Insgesamt 835 Meter Rohrleitungen sind zu verlegen. Im Bereich des Wasserwerks und der Zufahrt erneuter NetzeBW ein Zuleitungskabel. Im Rohrgraben wird auch noch ein Kabelleerrohr für die Steuerleitung des Zweckverbandes mitverlegt. Hier gibt es Synergien zwischen den verschiedenen Maßnahmen. Fahrradfahrer und Fußgänger werden gebeten während der Baumaßnahme auf den Feld- und Waldwegen besondere Vorsicht walten zu lassen. Sobald die Baustelle den Bereich „Wirtschaftsweg von der Straße Westring“ erreicht, ist auch mit Einschränkungen für die Anwohner zu rechnen. Der Wasserzweckverband ruft die Nutzer der Verkehrswege schon jetzt auf besonders aufmerksam zu sein. Die Baumaßnahme soll planmäßig im November beendet werden. Da die Bauwirtschaft durch die aktuelle Liefersituation vor besondere Herausforderungen gestellt ist, wird die planmäßige Abwicklung der Baustelle in besonderer Weise von einer problemfreien Zulieferung abhängen.Die neue Hauptwasserleitung wird vom Anschlusspunkt beim Wasserwerk parallel zur Zufahrt im Seitenstreifen verlegt. Im weiteren Verlauf wird die Leitung im asphaltierten Weg bis vor die Ortslage verlegt. Entlang der Ortslage verläuft die Leitung im Grasweg bis zur Heerstraße und wird dann in der Heerstraße verlegt. Danach wird die Leitung neben dem Wirtschaftsweg geführt. Der Anschluss an den Bestand erfolgt im Fuß-/Radweg in der Straße „Am Weidenäcker“ (vgl. hierzu den angehängten Plan). Zum Beginn der Baumaßnahme wurde bei den Anschlusspunkten an die bestehende Wasserleitung im Wasserwerk und beim Fußweg / Radweg beim Wohngebiet Furtwiese ein Suchschlitz zur Festlegung der benötigten Formteile und Abwinklungen angebrachtDer Wasserzweckverband Kraichbachgruppe versorgt die Gemeinden Ubstadt-Weiher und Forst mit frischem Wasser. Eine zeitgemäße Wartung und Erneuerung des Leitungssystems ist eine zwingende Voraussetzung, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die Maßnahme wird durch das Ingenieurbüro Nohe + Vogel u. Partner betreut. 

Wasserzweckverband Kraichbachgruppe erhält Zuschuss vom Land

 
Mit 300.000 Euro wird Projekt zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit unterstützt
 
Am 10. August hat der Wasserzweckverband Kraichbachgruppe mit Sitz in Forst Post vom Regierungspräsidium Karlsruhe erhalten. Unter dem sperrigen Betreff „Zuwendung für wasserwirtschaftliche Vorhaben Wasserversorgung“ verbirgt sich die sehr erfreuliche Zusage von Fördermitteln des Landes in Höhe von über 300.000 Euro für zwei Maßnahmen des Zweckverbands. Die Erneuerung der Hauptwasserleitung vom Wasserwerk bis zum Kreisel Furtwiese Weiher zum einen und die Erneuerung der Hauptwasserleitung zwischen dem Hochbehälter I Ubstadt, oberhalb des geplanten Neubaugebiets „Tiefeweg“ Ubstadt und dem Hochbehälter II Stettfeld, entlang des Kallenberger Wegs, unweit vom Eisengrubenwald, zum anderen. Diese Teilstücke leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit im gesamten Zweckverbandsgebiet.
Die zuwendungsfähigen Kosten für beide Projekte belaufen sich auf rund 590.000 Euro. Die Förderquote liegt damit bei etwas über 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Insgesamt wird die Umsetzung der Maßnahmen jedoch mit ca. 1,8 Mio. Euro zu Buche schlagen. Die Differenz rührt daher, dass die zuwendungsfähigen Kosten teilweise nur den Anteil der Aufdimensionierung der bereits vorhandenen Leitungen beinhalten.
Das Land Baden-Württemberg fördert gemäß „Förderrichtlinie Wasserwirtschaft 2015“ im ganzen Land Projekte, die einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. Grundvoraussetzung für die Antragstellung ist ein Strukturgutachten, das kritische Maßnahmen systematisch darstellt. Dieses wurde durch Beschluss der Verbandsversammlung - dem Mitglieder des Gemeinderats aus Ubstadt-Weiher und Forst, sowie die Bürgermeister beider Gemeinden angehören - beim Bruchsaler Ingenieurbüro Nohe und Vogel in Auftrag gegeben. Auf Grundlage dieses Strukturgutachtens wurde dann ein Förderantrag beim Regierungspräsidium eingereicht, der nun mit Erfolg gekrönt wurde. Der Forster Bürgermeister und Zweckverbandsvorsitzende Bernd Killinger bedankt sich ausdrücklich auch beim Land Baden-Württemberg für die Fördermittelbereitstellung und bei seinem Team für die solide Wirtschaftsplanung und die erfolgreiche Begleitung des Antragstellungsverfahrens.
Die Verbandsversammlung hat bereits beschlossen die Erneuerungsmaßnahme zur Ausschreibung zu bringen. Mit den Ergebnissen, der Vergabe und dem Baubeginn ist im Spätjahr zu rechnen.
Die Fördermittel des Landes leisten einen wichtigen Beitrag für Erhalt und Ausbau des vorhandenen Leitungssystems, was regelmäßig einem finanziellen Kraftakt gleichkommt. Auch wenn es dem Zweckverband in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Nohe undVogel durch geschickte Steuerung der Ausschreibungen in Corona-Zeiten gelungen ist, am Markt gute Preise für die mit der Erneuerung des Leitungsnetzes verbundenen Tiefbauarbeiten zu erzielen, so ist insgesamt doch festzustellen, dass die enormen allgemeinen Preissteigerungen der Bauwirtschaft in den zurückliegenden Jahren gerade auch den Zweckverband hart getroffen haben. Jährlich setzt der Zweckverband Millionenbeträge um, um das Leitungssystem auf einem aktuellen Stand zu halten. Insbesondere seit der Realisierung der Enthärtungsanlage hat die Verschuldung des Zweckverbands deutlich zugenommen. Da das Leitungsnetz zwischenzeitlich in die Jahre gekommen ist, wird der Investitionsaufwand auf absehbare Zeit sehr hoch bleiben. Hinzu kommt der Infrastrukturausbau durch das Siedlungswachstum insbesondere in Ubstadt-Weiher. Da der Wasserzweckverband ein umlagefinanziertes System ist, werden die erforderlichen Kreditaufnahmen für Investitionen nicht aus allgemeinen Steuermitteln finanziert, sondern über den sogenannten „Wasserzins“. Besonders erfreulich ist es demnach, wenn durch eine beachtliche Förderquote die Kreditaufnahme reduziert werden kann. Die erfolgreiche Einwerbung von Fördermitteln wirkt sich demnach dämpfend auf die Erhöhung der Wassergebühr aus. Besonders erfreulich ist in diesem Fall, dass ein vom Zweckverband ohnehin vorgesehenes Projekt eine Bezuschussung erfährt und nicht wie so oft Projekte gefördert werden, die überhaupt nicht Teil des Wirtschaftsplans sind. 


Für die Wasserversorgung in Forst ist die „Kraichbachgruppe“ zuständig. Sie versorgt Forst, Ubstadt-Weiher, Stettfeld und Zeutern mit frischem Trinkwasser.
 
Im April 2018 wurde die neue Wasserenthärtungsanlage in Betrieb genommen. Seitdem liefert der Zweckverband „Kraichbachgruppe“ den angeschlossenen Haushalten Wasser mit einem Härtegrad von durchschnittlich 7,8° dH, im Gegensatz zu den vorher sehr harten 24,7° dH.
 
Störungsdienst Wasser:
Notruf Wasser:  6626
Wassermeister: 0172 6133752
 


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Anschrift:
Zweckverband „Kraichbachgruppe“
Weiherer Str. 1
76694 Forst

Verbandsvorsitz:
Bürgermeister Bernd Killinger
Bürgermeister Tony Löffler

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